Burgruine Ehrenburg Mosel

Der Mut ist's, der den Ritter ehret.
[Zitat: J. C. F. von Schiller]


Vor knapp einem Jahr hatte ich den letzten der Traumpfade erwandert: den Bergschluchtenpfad Ehrenburg bei Brodenbach an der Mosel.
Seinerzeit war die Burg jedoch zu diesem Zeitpunkt nicht geöffnet, so dass mir nur der Blick durch das Tor blieb.

Den heutigen letzten Urlaubstag haben wir dann genutzt, um der Burg einen Besuch abzustatten.




Morgens bis Mittags Nebel, der sich später dann lichtete.

In Brodenbach selbst führt eine etwas schmalere Fahrstraße in recht engen Serpentinen in die Höhe und führt uns zum dann rechts liegenden Parkplatz, der ca. 400 m vorgelagert ist.






Es ist noch recht nebelig auf dem Weg zur Burgruine.




So geht es dann über eine Holzbrücke zum Eingang der Ehrenburg, wo wir pro Person 4,50 € Wegezoll zahlen um eingelassen zu werden.

Die Internetpräsenz der Burg befindet sich im übrigen hier.

Vorweg: natürlich waren wir nicht die einzigen Besucher oder nahezu die ersten an diesem Tag.

Aber man konnte sich noch einigermaßen aus den Füßen gehen.

Auch wenn fast nur "Torben Hendrik's" anwesend waren - die Ladykracher-Fans wissen, was ich meine.

Der Ehrenberg war vermutlich schon in frühmittelalterlicher Zeit mit einer Flucht- und Verteidigungsanlage im Besitz der Trierer Kirche. Die ältesten, noch erhaltenen Teile der heutigen Ehrenburg – die Oberburg – sind Reste eines „festen Hauses“, eines rechteckigen Wohnturms (Quelle).

Fast die gesamte Burg steht zur Besichtigung offen, so dass wir natürlich auch den Bergfried bis nach oben steigen.

Dieser ist recht interessant angelegt, so führen keine Stufen nach oben, sondern eine Rampe.
So wie wir erfahren haben: um bei Belagerungen die Kanonen mit Pferden bis auf die Spitze ziehen zu können.


1161 erscheint die Burg namentlich erstmals als „Castrum Eremberch“ in einer Schlichtungsurkunde des Stauferkaisers Friedrich I. genannt Barbarossa (Quelle wie vor).



Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges besetzten die Spanier 1640 bis 1651 die Burg. 1668 ging die Ehrenburg in das Lehen der Freiherrn von Clodt über (Quelle wie vor).


Am 1. November 1688 besetzten französische Soldaten unter Ludwig XIV. im Laufe des Pfälzischen Erbfolgekriegs die Burg und sprengten ein Jahr später am 30. April 1689 Teile der Burganlage; die Kapelle blieb gänzlich verschont und wurde erst im nächsten Jahrhundert aufgegeben (Quelle wie vor).



Seit 1991 ist die Ehrenburg in Privatbesitz und wird seit 1992 durch den gemeinnützigen Freundeskreis der Ehrenburg e.V. aus privaten Mitteln erhalten und wiederaufgebaut (Quelle wie vor).




Ganz allmählich versucht der Nebel nach oben zu entfleuchen.




Von einer Zinne aus werfen wir einen Blick in das Tal hinein.





Bestimmt wunderbare Weitsichten bei anderem Wetter.





Aber so kommt dieser Bewuchs viel besser zur Geltung.





Nachdem wir den Bergfried "erobert" haben, schauen wir hinab auf den Zugang zur Burg.




Alles wird genau unter die Lupe genommen ...





... so auch hier ;-)



Eine Höheneinheit über dem Innenhof schauen wir uns auf dieser Plattform um ...



... kriegen aber das Zugtor nicht geschlossen ;-)


Rund sechzehn Meter hoch überragt der vermutlich Mitte des 14. Jahrhunderts erbaute zweitürmige Bergfried das Plateau der Ehrenburg.
Im südlichen Turm befand sich ein Verlies, das nur durch ein Angstloch in der Wächterkammer zugänglich war (Quelle wie vor).



Noch ein letztes Bild von der eigenständigen Besichtigung.

Es gibt allerdings auch eine geführte Besichtigung, bei der uns allerdings zu viele "Torben Hendrik's" anwesend waren.


So haben wir uns eine kleine Mahlzeit gegönnt, die allerdings nur in der hier gültigen Währung - dem Ehrenburgtaler - erworben werden kann.

Man bekommt ihn am Eingang und kann beim Verlassen den übrig gebliebenen Betrag wieder umtauschen.


Nach diesem interessanten Besuch ging es dann entlang der Mosel über Koblenz zurück in den Stall.